Video und Bericht vom Wettampftag und dem Wochenabschluss gibt es hier.

Vielen Dank an Marcel und Jan Burkhardt für das tolle Video von Vorbereitung und Wettkampf. Den Bericht von Juerg Ehrler, gibt es unter dem Video.

Samstag früh, 6.10.2018 – endlich wurde ‚OLV Luzern goes 25manna‘ zur Wirklichkeit. Nach dem wir unser Clubzelt bereits am Freitagnachmittag auf Platz Nr. 87 des riesigen Clubzelte-Platzes aufgestellt hatten, genügte es, dass um 07:00 sich unsere beiden Coaches Karin und Sibylle sowie Seline und Corsin als die LäuferIn der ersten beiden Ablösungen auf den Weg ins WKZ machten. Die übrigen Wettkämpfer durften sich noch gute 45 Minuten länger auf’s Ohr legen (sofern sie vor lauter Nervosität nicht doch schon wach waren).

Die Dimensionen des Anlasses, welche sich uns beim Eintreffen auf dem Parkplatz zeigten, waren überwältigend:

  • ein riesiges Parkfeld mit über einem Dutzend Helfer, die ein staufreies Parkieren ermöglichten;
  • ein langes Parkfeld mit Dutzenden von Cars aus allen nordischen Ländern;
  • ein langer Tatzelwurm von Wettkämpfern, die sich geordnet auf den rund 1 km-langen Weg Richtung WKZ aufmachten.

Kaum in der Nähe des Zielbereiches angelangt, ertönte aus den Lautsprechern auch schon die andächtig gesungene Nationalhymne Schwedens und parallel zum Zieleinlauf wurden die Flaggen von 6 Nationen gehisst; darunter auch das Schweizer Kreuz für uns OLV’ler als einzigen teilnehmenden Verein aus der Schweiz.

Im Bereich der Clubzelte stand unser Zelt nun nicht mehr einzeln und verlassen auf Platz Nr. 87, sondern war eines unter Hunderten. Zudem ging es hier zu und her wie in einem Bienenhaus – es war ein einziges Kommen und Gehen. An unserem Clubzelt hatten unsere beiden Coaches mittlerweile die ideale Marschtabelle für die 25manna-Staffel angebracht – Startreihenfolge und ungefähr geplante Ablösezeiten. Auf dieser Tabelle sollte auch ‚Protokoll‘ über den Wettkampf geführt werden, so dass alle Wettkämpfer rechtzeitig zur Ablösung gelangten.

Bald schon war es Zeit für Seline sich an den Start zu begeben – und zu ihrer Unterstützung wie auch um das Spektakel der rund 400 Startenden mitzuverfolgen, bewegten auch wir uns in den Startbereich. Nach dem imposanten Start der über 350 Teas zurück in unserer Basis erreichte uns die Nachricht, dass Seline schon kaum gestartet wieder zurück kam und offenbar ihre Karte austauschen musste - oder? Wie wir dann nach ihrer Rückkehr erfuhren, war es ein Fehler der Veranstalter – beim Startschuss waren noch nicht alle Karten an die Startläuferinnen ausgegeben und so stürzten sich offenbar alle auf die verteilende Person und Seline erwischte dabei eine falsche.

Dennoch machte sich Corsin als Ablösung gleich auf den Weg in den Ablösungsraum und kaum war die vorgegebene, bzw erwartete Richtzeit für die Startstrecke vorüber wurde auch schon gemeldet, dass Seline kurz vor dem Ziel sei. Auf der zweiten Teilstrecke war nochmals ein Läufer jeder Staffel solo unterwegs, während dann auf der nach folgenden dritten bis und mit zur siebten Teilstrecke jeweils 4 LäuferInnen parallel miteinander unterwegs waren. Dabei wiesen dann die einzelnen Teilstrecken unterschiedliche Längen und Schwierigkeitsgrade auf, für die eingeteilten LäuferInnen galten zudem auch noch gewisse Einschränkungen bzgl Alter und Geschlecht.

Für die dritte Teilstrecke reihten sich Othmar, Roli, Oliver und Juerg ein. Innerhalb der Marschtabelle übernahm Othmar die 4 Karten von Corsin, verteilte sie und ab ging’s. Vorerst noch durch eine Menge von wartenden Läufer, dann übers Feld Richtung Brücke und durch eine Waldschneise auf eine grosse Lichtung / ein Feld, in dessen Mitte riesengross der Startposten thronte. Von da an trennten sich die Wege – auch wenn die Bahnanlage für alle vier Läufer einer Teilstrecke eine jeweils eine ähnliche war.

Ab der dritte Teilstrecke ging’s im Wald dann zu und her wie in einem Bienenhaus: Läufer hier und dort - Trams, aus denen mal wieder ein Läufer ausscherte und man höllisch aufpassen musste, nicht plötzlich vom richtigen Weg zum nächsten Posten abzukommen - Ansammlungen von Wettkämpfern um einen Posten, wo man schon mal zum ‚stempeln’ etwas Geduld haben musste - neue nicht eingezeichnete Wege.

Für die Teilstrecken vier bis sieben übergab jeweils ein einlaufender Wettkämpfer an einen Wettkämpfer der folgenden Teilstrecke. Auf die Teilstrecke vier, eine etwas kürzere und einfachere, wurden Marietheres, Jaqueline, Simone und Amina geschickt. Die nachfolgende fünfte Teilstrecke war dann wieder deutlich länger und anspruchsvoller – vor allem ging sie auch in den etwa abgelegeneren, nordwestlichen Teil des Wettkampfgebietes, das deutlich weniger Wege enthielt und somit noch genaueres Kartenlesen verlangte. Hier im Einsatz waren Jan, Tim, Emil und Andi. Auf der Teilstrecke sechs dann wieder reiner Frauenpower-Einsatz mit Ladina, Laura, Sibylle und Brigitte bevor die letzte parallele Teilstrecke mit Flavio, Marcel B., Noah und Dani in Angriff genommen wurde. Das Eintreffen des letzten Läufers dieser Teilstrecke war entscheidend für den Start auf die nächste, achte Teilstrecke, welche durch einen Einzelläufer bzw Einzelläuferin – bei uns durch Karin – bestritten wurde.

Mittlerweile hatten wir uns leider einen Rückstand auf unsere optimale Marschtabelle eingehandelt und es begann fraglich zu werden, ob Julia als Läuferin der 9. Teilstrecke, uns noch vor dem Massenstart um 16:00 retten konnte. Die Minuten verstrichen und dann war es plötzlich 15:45, der Ablöseraum wurde geschlossen. Marcel W. musste somit auf den Massenstart, was für ihn bedeutete, dass er statt 9 km nur deren 6 auf der abschliessenden Teilstrecke laufen musste, aber auch, dass wir uns nach vorne nicht mehr verbessern konnten. Nevertheless – kurz nach halb fünf lief Marcel durch’s Ziel und der OLV Luzern hatte seine erste 25manna mit Bravour bestanden – alle 25 LäuferInnen im Ziel ohne Postenfehler und mit Rang 228 von 362 teilnehmenden Teams.

Auch im hohen Norden gilt: kaum war das Set der Laufkarten verfügbar, wurde in Gruppen über die einzelnen Karten gebrütet, Routenwahlen diskutiert und Postenräume miteinander verglichen. Abends hatten wir dann beim verdienten Abschlussessen beim nahegelegenen Inder nochmals ausgiebig Zeit auf eine spannende, lehr- und erlebnisreiche OL-Woche im Grossraum Stockholm und einen erfolgreiche Wettkampfpremiere an der ’25manna‘ zurückzublicken.

Während ein Teil der OLV’ler sich am Sonntagmorgen schon bald Richtung Flughafen und der Schweiz begaben, liessen es sich einige wenige nicht nehmen, den im Rahmen der 25manna angesagten Wettkampf über die Mitteldistanz zu absolvieren und nochmals schwedische Wettkampfluft zu schnuppern. Dass es dabei in den Kategorien D21 bzw H21-1 durch Seline und Andi einen 9. bzw 12 Rang in je einem Hunderterfeld gab, ist ein schöner Erfolg.

Abschliessend gebührt ein ganz herzliches Dankeschön Dani von Arx, dank dessen Fronarbeit anlässlich der SOW 2016 im Engadin ein beträchtlicher Batzen in die OLV-Kasse floss und dessen Verwendung er für diesen Event quasi freigab.

Herzlichen Dank auch an Karin, die diese interessante OL-Woche und deren reibungslosen Ablauf organisierte und uns zusammen mit Sibylle und Andi durch den Wettkampf coachte.